Distale Fibulafraktur
Befund 27:
Aufnahmetechnik:  Konventionelles Röntgen (CR)
Aufnahmeart:         Fußgelenk, rechts, 2 Ebenen
Patient:                   52-jähriger Mann
Beschreibung:        
Distale Fibulafraktur Typ Weber B bis C, möglicherweise auch Zwischenfragmente, Verdacht auf kleines Volkmann-Dreieck, Innenknöchel intakt. Weichteilschwellung.
Auszüge aus dem abschließenden Bericht:
Unfall-Anamnese:
Der Patient gibt an, er sei beim Fußballspielen mit dem re. Fuß umgeknickt. Laut Angabe des Pat. sei der Fuß kurzzeitig "nach innen rausgesprungen" und habe sich von alleine reponiert.
Befund:
Keine äußeren Verletzungen, mäßige Schwellung und DS im Bereich des Außenknöchels. Kein DS über dem Innenknöchel. Kein DS über dem Wadenbeinköpfchen. Der Pat. kommt mit einer liegenden Alu-Schiene in die ZNA. Die Bewegungen sind schmerzbedingt eingeschränkt. DMS peripher intakt.
Röntgen + Diagnose:
Re. Sprunggelenk in 2 Eb.; Außenknöchelfraktur Typ Weber B/C re.
Therapie:
Operative Versorgung Infobox:
Distale Fibulafraktur - Außenknöchelbruch:
Der Außenknöchelbruch ist in über 80% der Fälle Folge einer traumatischen Verrenkung (Subluxation/Luxation) des Sprungbeines aus der gelenkbildenden Knöchelgabel, meistens durch einen Fehltritt oder Sturz (Umknickverletzung) verursacht. Eine direkte Gewalteinwirkung als Ursache ist selten.
Je nach Fußstellung im Moment der Verletzung und Größe der einwirkenden Kraft treten unterschiedliche Verletzungsmuster auf.
Die im klinischen Alltag gebräuchlichste Einteilung der Sprunggelenksfrakturen / Fibulafraktur ist die nach Danis und Weber (Weber 1966). Sie bezieht sich ausschließlich auf die Frakturhöhe des Wadenbeins in Bezug auf die Syndesmose:
- Weber A: Fraktur der Außenknöchelspitze unterhalb der Syndsmose. Syndesmose immer intakt.
- Weber B: Fraktur des Außenknöchels auf Höhe der Syndesmose. Syndesmose meist verletzt, jedoch nicht notwendigerweise mit resultierender Instabilität der Sprunggelenksgabel.
- Weber C: Fraktur des Außenknöchels oberhalb der Syndesmose. Syndesmose immer zerrissen mit resultierender Instabilität der Sprunggelenksgabel.
Quelle: http://www.dr-gumpert.de/html/aussenknochelbruch.html Auszüge aus dem Operationsbericht:
OP-Bericht:
Reposition. Plattenosteosynthese.
Bogenförmiger Hautschnitt über dem rechten Außenknöchel, Durchtrennen des subkutanen Fettgewebes, der Bruch verläuft auf der Höhe der Syndesmose von ventral nach dorsal proximal aus. Die Syndesmose ist mit einem knöchernen Fragment ausgerissen. Fugengerechtes Einstellen der Fraktur mit einer spitzen Stellzange, zunächst wird die knöchern ausgerissene Syndesmose mit einer Zugschraube mit Zackenkranzunterlegscheibe fixiert, anschl. erfolgt das Einbringen einer interfragmentären Kortikalisschraube. Anlegen einer Brug-Drittelrohrplatte (6-Loch), alle 3 distalen Löcher sowie alle 3 proximalen Löcher werden mit Kortikalisschrauben belegt. BV-Kontrolle. Hierbei zeigt sich, dass der auslaufende proximale Knochensporn abgebrochen ist, dies hat jedoch auf die Stabilität keinen Einfluss. Die Überprüfung des Innenbandes als gehaltene Aufnahme ergibt eine ausreichende Stabilität. Ausspülen der Wunde, Kontrolle auf Bluttrockenheit nach Freigabe des Blutstroms. Extravulnäres Ausleiten einer Redon-Saugdrainage. Einzelknopfnähte der Haut. Verband, elastischer Wickel.